Jahresbericht 2015 Sehr geehrter Herr Bürgermeister Ostfalk, liebe Mitglieder, liebe Freunde der Partnerschaft, ich berichte hier seit unserer letzten Jahreshauptversammlung am 23. April 2015: 2015 war wieder ein erfülltes Jahr für unsere Partnerschaft: Wir begannen mit dem alljährlichen „Dîner amical“ im Bürgersaal, an dem mehr als 90 Personen teilnahmen. Junge Familien mit Kindern, Teilnehmer der Französischkurse, erfahrene Mitglieder und Freunde feierten mit Bürgermeister Ostfalk diesen geselligen Abend, an dem gekocht, gespeist, gesungen und viel miteinander geredet wird. Bei der Jahreshauptversammlung am 20. April 2015 wurden Neuwahlen durchgeführt. Ulrike Rückert wurde als 1. Vorsitzende im Amt bestätigt. Kurt Keser als 2. Vorsitzender hatte nach mehr als 25 Jahren  Einsatz für die Partnerschaft nicht mehr für dieses Amt kandidiert, als sein Nachfolger wurde Dieter Seiter gewählt. Kurt Keser wird dennoch weiterhin aus unserer Partnergemeinde für die Presse berichten. Waldemar Fuderer hatte ebenfalls nicht mehr für das Jahrzehnte lang versehene Amt als Schriftführer kandidiert, als seine Nachfolgerin stellte sich dankenswerterweise seine Nachfolgerin auch im Amt als Hauptamtsleiter, Yvonne Bader, zur Verfügung. Margrit Huberle wird für eine Übergangszeit das Amt als Kassenführerin gemeinsam mit dem zu ihrem Nachfolger gewählten Dieter Kaske ausüben. Unser Kassenprüfer Cyriakus kandidierte nicht mehr; er war  seit der Gründung des Komitees im Amt. Für ihn wurde Christoph Klenk gewählt und Frau Kugler-Wiedmann wurde wiedergewählt. Frau Rückert dankte jedem in besonderer Weise: Mit den ausscheidenden Amtsträgern geht eine Ära zu Ende, jeder von ihnen hat die Partnerschaft mit aufgebaut und entscheidend geprägt. So freute sich die Versammlung besonders, dass alle versicherten, der Partnerschaftsarbeit auch ohne Amt weiter treu zu bleiben. An beiden Grundschulen wurde wieder – ohne direkte Beteiligung des Partnerschaftskomitees, aber ganz in unserem Sinne – an dem Europäischen Schülerwettbewerb teilgenommen. 10 Schülerinnen und Schüler der Klassen 3 und 4 konnten dabei Ortspreise erringen. Im Mai fand der Schüleraustausch im Bildungszentrum statt, die Jugendlichen aus Beaurepaire besuchten mit ihren Lehrerinnen Frau Huber und Frau …………, zusammen mit Herrn Kunz vom Bize das Rathaus und wurden von Bürgermeister Ostfalk und dem Partnerschaftskomitee empfangen. Die Gemeinde Auenwald wurde ihnen vorgestellt und wir konnten ihnen kleine Gastgeschenke mitgeben. Ich  konnte dann auch noch an einem Kollegenessen mit Durch mehrere Wechsel in den Schulen in Beaurepaire kam 2015 leider kein Schüleraustausch der Grundschulen zustande. Zunächst war stattdessen der Wunsch der Schule La Poyat und von Bürgermeister Mignot und Stv. Bürgermeisterin Guillaud-Lauzanne, dass eine Klasse mit ca. 60 Schülerinnen und Schülern eine „classe découverte“ in Auenwald verbringen sollte. Da die Anforderungen der zuständigen Académie in Grenoble sehr streng sind, was Unterbringung, Programm und Begleitung angeht, haben wir uns größte Mühe gegeben, alles auf das Beste zu organisieren. Die Jugendlichen sollten im EC-Heim in Sechselberg wohnen. Dieses wurde von den Verantwortlichen aus Beaurepaire bei ihrem Besuch besichtigt und für gut befunden. Wir haben Prospekte besorgt und das gewünschte Programm organisiert, die Schulen zur Mitarbeit gewonnen. Die Gemeinde Beaurepaire hatte erhebliche Summen zur Unterstützung des Projekts bereitgestellt; aber leider wurde es dann doch kurzfristig seitens der Schule abgesagt, da es nicht genug Begleitpersonen gab und ein Lehrer erkrankt war. Sehr schade. Nun soll sich in 2016 etwas ergeben, wir hoffen, dass es für das nächste Schuljahr wieder einen Schüleraustausch geben wird. Für das kommende Jahr wird erneut geplant. Auch bei uns gab es einen Lehrerwechsel: An der Grundschule in Unterbrüden verließ hörte Gaëlle Klenk mit dem Französischunterricht auf, Denise Grüb übernahm kurzfristig einige Stunden und Michaela Venturini erweiterte ihren Lehrauftrag. Die Stelle wurde in der Zeitung und im Mitteilungsblatt ausgeschrieben. Seit dem neuen Schuljahr unterrichtet nun Frau Ronda El Lakkis in Oberbrüden Französisch. Sehr gut laufen auch nach wie vor die Französischkurse in der Ratsscheuer unter der Leitung von Michaela Venturini, die das Partnerschaftskomitee in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule anbietet. Für manche Bürgerinnen und Bürger ist die Sprache ein Hindernis, sich in der Partnerschaft zu engagieren, obwohl sie das gerne möchten. Da ist der hier bei uns am Ort angebotene Französischunterricht eine große Hilfe. Zurzeit sind es drei Kurse, die wir zusammen mit der Gemeinde mit 10 Euro / Teilnehmer unterstützen. Unsere Mitbürger haben so den großen Vorteil, dass sie nur kurze Wege zurücklegen müssen und die Kurse sind seit Jahren, dank Frau Venturinis Unterrichtsstil durchweg immer gut besucht. Zum Pfingstwochenende waren unsere U14 Jugendfußballer wieder nach St.Barthélemy-de-Beaurepaire eingeladen. Der Besuch fällt bei uns in die Pfingstferien, in denen viele Jugendliche mit ihren Eltern verreist sind; so kommt keine Mannschaft mehr zustande und wir mussten absagen, wie übrigens bereits auch wieder in diesem Jahr. Das ist sehr schade, denn die vorherigen Treffen waren ausgezeichnet organisiert und die Trainer und Jugendlichen sind begeistert zurückgekommen. Am 3. Juli fand die Verabschiedung des Lippoldsweilerer Schulleiters Heiner Schweizer statt. Er hat den Französischunterricht an seiner Schule und unsere Partnerschaft immer unterstützt. Wir konnten uns bei ihm mit einem Abschiedsgeschenk bedanken. In den letzten Wochen vor den Sommerferien wurde schon für den Besuch unserer französischen Freunde im September,  und für die Elsassfahrt im Oktober geworben. Frau Kugler-Wiedmann hatte zudem federführend die Organisation des Kino-Open-Airs mit dem Kinomobil übernommen, viele Vorbereitungen waren zu treffen, da bald nach den Sommerferien diese Ereignisse sich aneinanderreihen sollten. Frau Huberle und ich waren zur Verabschiedung von unserem Brüdener Pfarrer Sperl noch einmal bei ihm. Er hat gerne an den Partnerschaftsbesuchen in Beaurepaire und den Feiern bei uns teilgenommen; dafür sind wir ihm dankbar. Am 29. /20. September hatte unsere Feuerwehr die französischen Kollegen zum großen Jubiläum der Lippoldsweilerer Feuerwehr eingeladen. Leider war der Jugendfeuerwehrleiter Frédéric Piot nicht mehr im Amt, ein neuer Gesamtkommandant war eingesetzt, der uns leider schließlich mitteilte, dass sie zur Zeit nicht genug Kapazitäten hätten, um neben dem Schichtdienst in der Rettungswache eine Delegation abzustellen. Auch dort muss der Kontakt wieder neu geknüpft werden und es liegt überall immer an der Begeisterung einzelner Personen, ob der Austausch weitergeht. Partnerschaftswochenende: Vom 25. – 27. September kamen dann unsere französischen Freunde mit Bürgermeister Philippe Mignot, Stellvertretenden Bürgermeistern und der Vorsitzenden des dortigen Komitees Christine Lami nach Auenwald. Im Rathaus fand eine gemeinsame Besprechung der Gemeinderats- und Partnerschaftsmitglieder statt. Dabei waren vor allem die große Verwaltungsreform in Frankreich, Zusammenlegung der Regionen und Cantons, die bevorstehenden Regionalwahlen, die Probleme Europas, die Flüchtlingsbewegungen und die Zukunft der Schüleraustausche wichtige Themen. Wir haben uns besonders gefreut, dass Bürgermeister Mignot den weiten Weg auf sich genommen hat, obwohl er noch am selben Tag wieder zurückfahren musste, da wichtige Termine am anderen Tag anstanden. Am Samstag fuhren wir nach Esslingen, wo Gudrun und Otmar Hanel die Teilnehmer durch die Stadt führten. Ein gemeinsames Essen in einem traditionellen Lokal bildete den Tagesabschluss für die Gruppe, während Einzelne danach noch den Abend auf dem Volksfest in Cannstatt verbrachten. Am Sonntag hatten die Pfarrerinnen Leister und Reiser und Herr Blazek von der katholischen Seelsorgeeinheit einen lange geplanten, wunderschönen ökumenischen deutsch-französischen Gottesdienst vorbereitet mit eigens zusammengestellter Band von Jugendlichen. Frau Reiser spricht ebenso gut französisch wie deutsch und auch Frau Leister hatte ihre Texte in beiden Sprachen eingeübt. Diese gemeinsamen Gottesdienste sind eine gute Tradition in all den Jahren des Bestehens unserer Partnerschaft geblieben und sie werden von sehr vielen gerne angenommen. Nachmittags fand das erst, vom Partnerschaftskomitee und der Gemeinde organisierte Auenwalder Kino-Open- Air im Rathausinnenhof mit dem Kinomobil statt, mit Flammkuchen von Bäcker Stark, Popcorn (Familie Marx) und Wein von Achim Keser. Gegen 18 Uhr, nach dem Kinderfilm „Le petit Nicolas“ – „Der kleine Nick“, fuhren dann unsere französischen Freunde wieder zurück nach Beaurepaire. Am Abend stand dann „Heute bin ich Samba“ auf dem Programm. Helfer aus dem Komitee inklusive Bürgermeister hatten den Filmvorführer beim Aufbau der Großleinwand unterstützt. Die wunderbare - leider etwas kalte und fast zu helle - Vollmondnacht gab diesem Outdoor-Ereignis ein besonderes Flair. Dank an Sonja Kugler-Wiedmann als Hauptorganisatorin, der Gemeinde Weissach für das Zur-Verfügung-Stellen der Bestuhlung, und allen Helfern, die den Abend möglich gemacht haben. Bereits am darauffolgenden Wochenende fuhren wir dann ins Elsass. Eine interessante Stadtbesichtigung in Wissembourg, bei der das Wetter sich aufhellte ließ noch genügend Zeit für einen Einkaufsbummel. Zum Mittagessen  fand ein Picknick im Freien statt, das vom Partnerschaftskomitee vorbereitet worden war, eine gute Gelegenheit, dass jeder mit jedem ins Gespräch kam. In Soufflenheim wartete dann eine Führung in einer Töpferei auf uns und abends ging es nach Roeschwiller zum Flammkuchenessen. Eine wunderschöne Fahrt dank der Organisatoren Isabella und Dieter Seiter und unserem hoch geschätzten „Accordéoniste“ Waldemar Fuderer. Am 12. November fand eine weitere Mitgliederversammlung statt, die insbesondere dem Rückblick auf die Ereignisse und der Vorbereitung des Weihnachtsmarktes diente. Tags drauf, wenige Tage vor dem Volkstrauertag am 15. November wurde Frankreich durch das schreckliche Attentat in  Paris erschüttert, das uns alle sehr betroffen hat. So entstand spontan der Wunsch, bei diesem alljährlichen Gedenken an die Opfer von Krieg, Terror und Gewalt auch der Opfer des Attentats zu gedenken und unsere Solidarität zu zeigen. Wir konnten bei den Feiern an den Kriegerdenkmalen in Lippoldsweiler und in Oberbrüden ein Gesteck niederlegen und den Text unseres Kondolenzschreibens nach Beaurepaire verlesen. Dieses Schreiben hat in unserer Partnerstadt großes Echo gefunden; viele Menschen haben uns zurück geschrieben, darunter Bürgermeister Mignot und Altbürgermeister Nucci; das Schreiben wurde im Dauphiné Libéré abgedruckt und beim Neujahrsempfang in Beaurepaire  noch einmal vom Bürgermeister zitiert. Ebenfalls im November wurde Frau Barbara Hirzel als neue Leiterin der Grundschule Lippoldsweiler in ihr Amt eingesetzt. Die SchülerInnen der Französisch-AG mit Frau Venturini konnten die Einsetzungsfeier mit gestalten. Auch Frau Hirzel setzt sich für den Schüleraustausch und den Französischunterricht in ihrer Schule engagiert ein; wir wünschen ihr für ihre neue Tätigkeit alles Gute. Zum 2. Advent nahmen wir dann, wie bisher alle Jahre seit er existiert, am Auenwalder Weihnachtsmarkt teil. Ein großer Dank gilt allen Eltern der Kinder Grundschulfranzösisch-AGs, die wieder einmal an unserem Stand beim Auf- und Abbau und beim Crêpesbacken und Getränkeausschank geholfen haben. Sie haben damit auch gezeigt, dass sie es zu schätzen wissen, dass wir die Kinder beim Schüleraustausch unterstützen. Ein besonderer Dank auch an alle Mitglieder, Margrit Huberle, die 12 Stunden lang auf dem Markt war, an Christoph und Martin Klenk, die beim Aufbau und Transport ein zentrale Rolle gespielt haben und an alle anderen Mitglieder, die mitgearbeitet und / oder Crêpesteig zur Verfügung gestellt haben. Höhepunkt war einmal mehr der Chor der Kinder der Französisch-AGs, die ihr Erlerntes zeigen können und in kürzester Zeit französische Lieder und Texte auswendig gelernt und souverän vorgetragen haben. Ein Präsent für ihre Lehrerinnen und der traditionelle „Papa Noël“ für die Kinder waren unser Dank. Über Silvester war dann die Vorsitzende des Beaurepairer Partnerschaftskomitees Christine Lami mit ihrer Familie bei Familie Bader zu Gast und wir konnten an einem Vormittag die Pläne für unsere Partnerschaft besprechen. Die Zusammenarbeit mit Christine hat im letzten Jahr sehr gut funktioniert. 2016 Das neue Jahr begann gleich wieder mit den Vorbereitungen zu unserem „Dîner amical“ am 23. Januar. Die Teilnehmerzahl – neuer Rekord – war auf über 100, darunter auch viele Kinde, gestiegen. Dankbar haben wir den Blumenschmuck, der vom Bürgerempfang übergeblieben war, übernommen und hatten so einen prächtig geschmückten Raum den Erika Teer, Isabella Seiter, Margrit Huberle mit hergerichtet hatten,  wie alle Jahre ein hervorragendes Buffet von den Gästen für die Gäste bereitet, und ein unterhaltsames Programm, Musik, Sketsche, Gschichtle, der traditionelle Männerchor, Akkordeon der Jugendlichen und unseres lieben Waldemar Fuderers. Ein fröhlicher Jahresanfang für uns alle! Heute Morgen haben wir nun wieder die französischen Gastschüler des Collège Jacques Brel im Bildungszentrum mit Regina Huber,  einer weiteren Lehrerin und Frau Döhrer, der Fachleiterin vom Bize bei uns hier in der Ratsscheuer empfangen können. Sie bleiben eine Woche und haben ein gut vorbereitetes umfangreiches Programm vor sich. Ausblick Über die Planungen für dieses Jahr werden wir im Anschluss sprechen; Kinomobil und mögliche Berlinfahrt sind ins Auge gefasst. Eine Einladung nach Beaurepaire sie soll auf das kommende Jahr, wo das 30jährige Jubiläum der Partnerschaft ansteht, verschoben werden. Vieles macht uns im Moment Sorgen: der Deutsch-Unterricht an den Grundschulen in Beaurepaire, der lahmgelegt Schüleraustausch, der abgerissene Kontakt mit der Schule Luzy-Dufeillant, der Wechsel bei den Feuerwehren – Kontakte müssen neu geknüpft werden, der lange nicht stattgefundene Austausch der Landwirte, keine Besuche der Fußballer. Jeder von uns kann auf seinem Gebiet mithelfen, dass sich die Kontakte wieder intensivieren. Dankbar sind wir für die konstante Mitgliederzahl, Neueintritte, das große Interesse an allen Veranstaltungen, für die funktionierenden Schüleraustausche mit dem Bildungszentrum und für alle Lehrer, die sich dort, ebenso wie bei uns an den Grundschulen engagieren, um die deutsch-französische Freundschaft und unsere Partnerschaft den kommenden Generationen liebe und wert zu machen. Wir sind auch dankbar für die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit allen im Komitee und mit Bürgermeister Ostfalk, Frau Bader in ihrer Doppelfunktion als Hauptamtsleiterin der Gemeinde und unserer Schriftführerin, mit allen Angestellten der Gemeinde, die uns freundlich und gerne unterstützt haben; es könnte wirklich nicht besser laufen. Bitte geben Sie unseren Dank an Ihre Mitarbeiter in der Verwaltung uns im Bauhof weiter. Ganz konkret möchte ich mich bedanken: Bei Klaus Hiddeßen, der heute Abend leider nicht hier sein kann, für seine konstante, arbeitsaufwendige Arbeit an unserer homepage Bei Kurt Keser, der seit vielen Jahren getreulich im Mitteilungsblatt aus unserer Partnerstadt berichtet, so dass jeder Auenwalder Beaurepaire kennt. Er leitet seine Berichte auch an die BKZ, die aber zurzeit (seit März) nichts mehr über Partnerschaften bringt. Auch dort muss man nachfragen. Bei den beiden Kassenprüfern Sonja Kugler-Wiedmann und Christoph Klenk, die uns nachher berichten werden Bei unseren Kassenführern Dieter Kaske und insbesondere Margrit Huberle, die auch an so vielen anderen Stellen sich wieder für unsere Partnerschaft eingesetzt hat, z.T. habe ich es oben erwähnt, aber es ist gar nicht alles aufzuzählen. Ich bedanke mich bei meinem Stellvertreter Dieter Seiter, der wirklich immer zur Stelle ist, wenn man ihn braucht und die Partnerschaft aus eigener Überzeugung weiterführt. Nach den 25 Jahren stelle ich dankbar fest, dass es allen, wirklich allen Beteiligten, nie um persönliche Profilierung oder Konkurrenz, sondern immer nur um diese eine Sache gegangen ist: unsere deutsch- französische Freundschaft, die Partnerschaft und die familiären Beziehungen zu Beaurepaire, die europäische Einigung im Kleinen, ein Erfolgsmodell, das durch nichts in Frage gestellt werden kann. Weil das so war und auch heute so ist, halten wir zusammen, hilft einer dem anderen, unterstützen uns so viele nach besten Kräften, sind so viele bereit, unsere französischen Freunde, auch neue, als Gäste aufzunehmen und ihren persönlichen Teil zu dieser Freundschaftsgeschichte beizutragen. Nun gilt es, unsere Kinder und Enkel einzubeziehen, ihnen die Familienmitgliedschaft zu übertragen, neue Modelle und Wege zu finden, die für neue Generationen attraktiv sind. Helfen Sie dabei mit, unsere Partnerschaft in die Zukunft zu tragen! Ich danke Ihnen.
Jahresbericht 2014
Liebe Freunde unserer Partnerschaft mit Beaurepaire,
Ich berichte hier über den Zeitraum seit unserer letzten Jahreshauptversammlung am 13. März 2014:
Davor ein kurzer Rückblick auf den Jahresanfang 2014:
- Beim Bürgerempfang wurde die Vorsitzende für die 25-jährige Tätigkeit für die Partnerschaft und damit das ganze Komitee,
insbesondere für die enorme Arbeit beim Jubiläum 2013 geehrt. Auch hielt Bürgermeister Ostfalk in seiner Ansprache noch
einmal Rückblick auf das so gelungene Partnerschaftsjubiläum.
- Das traditionelle "Dîner amical" fand am 1. Februar mit mehr als 90 Teilnehmern statt; daran nahmen auch Fr. Regine
Huber und Nathalie Basto, sowie, Valérie Médalin, Lehrerinnen aus Beaurepaire, zusammen mit Frau Friederike Döhrer und
Frau Monika Wagner-Hans Schulleiterin, vom Bildungszentrum teil.
- Die französischen Austauschschüler des Bize waren vom 28. Januar bis zum 4. Februar zu Gast und wurden von
Gemeindeverwaltung und vom Vorstand in der Ratsscheuer empfangen.
- Es fanden mehrere Besprechungen für eine Auenwaldhocketse statt; es sollte ein neues Konzept ausprobiert werden.
Letztlich konnte darüber bei den beteiligten Vereinen und Gruppierungen keine Einigkeit erzielt werden, so dass dann im
Sommer die Hocketse nicht stattfand.
- Bei der letzten Jahreshauptversammlung konnten wir drei Persönlichkeiten, die sich in außerordentlicher Weise für unsere
Partnerschaft von Anfang an engagiert haben, zu Ehrenmitgliedern ernennen: Waldemar Fuderer, Margrit Huberle und Kurt
Keser. Ihre Verdienste wurden ausführlich auch im Mitteilungsblatt gewürdigt.
- Ebenfalls der letzten Jahreshauptversammlung hatten wir Neuwahlen angesetzt, bis es unserem Waldemar Fuderer
buchstäblich in letzter Minute auffiel, dass die eigentliche Wahlperiode noch gar nicht herum war, so dass wir diesen
Programmpunkt heute nachholen werden.
Nach den Jahren der Jubiläumsfeste war 2014 ein eher ruhiges Jahr für unsere Partnerschaft.
Komiteesitzungen hatten wir am 13. März, dem 23. Juni, und am 12. November.
Am 26. März bekam ich zu meiner eigenen großen Überraschung das Bundesverdienstkreuz, das ganz wesentlich auf Grund
unserer aller Tätigkeit in der Partnerschaft verliehen wurde. Ich danke allen Beteiligten für das sehr schöne Fest. Durch die
Schulkinder mit ihren Lehrerinnen und das Akkordeonstück Waldemar Fuderers war es ein familiärer Akt. Besonders berührt
hat mich auch, dass sich die Beaurepairer Stellvertretende Bürgermeisterin Michelle Tarnaud und die Vorsitzende des
Partnerschaftskomitees Monique Galfione auf den weiten Weg gemacht hatten, um mir die Beaurepairer Bürgermedaille zu
überreichen, eine ganz besondere Ehre auch das. Es waren Landrat und Abgeordnete anwesend, die dabei sehen konnten,
wie unsere Partnerschaft wirkt und was die Kinder der Grundschul-AGs leisten.
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Ein kontinuierlicher Baustein der Partnerschaft sind unsere - zur Zeit jeweils 3 / Semester - Französischkurse in der
Ratsscheuer Unterbrüden in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule, die Michaela Venturini nun schon so viele Jahre leitet.
Wir subventionieren diese Kurse für Mitglieder; damit sich genügend Teilnehmer hier in Auenwald finden, unterstützt die
Gemeinde auch Nicht-Mitglieder. Hier finden sich Menschen zusammen, die an Frankreich, an unserer Partnerstadt oder auch
nur an der französischen Sprache interessiert sind. Sie tragen dadurch unsere Partnerschaft mit. Immer wieder werden
einzelne Teilnehmer auch Mitglieder im Komitee. Dafür wollen wir auch in diesem Jahr wieder werben und die Teilnehmer
direkt ansprechen. Sehr viele Menschen stehen der Partnerschaft positiv gegenüber, aber sehr viele trauen sich nicht,
mitzukommen oder Gäste aufzunehmen, da sie Angst haben, nichts zu verstehen oder verstanden zu werden. Je mehr
Dolmetscher wir gewinnen können, umso besser. Das können auch schon die Kinder aus den Französisch-AGs der
Grundschulen oder aus dem Bize sein, die in ihren Familien als "Experten" wirken.
Zentrum unserer Partnerschaftsarbeit ist immer noch der Französischunterricht mit den Schüleraustauschen an den
Grundschulen und im Bildungszentrum. Hier danken wir allen Lehrkräften, die sich im letzten Jahr so sehr engagiert haben
und viel von ihrer Freizeit in die Schüleraustausche und alles, was den Unterricht begleitet, gesteckt haben. Im Frühjahr kam
aus dem Collège Jacques Brel die Anfrage, ob man für einen Schüler einen Praktikumsplatz finden könne. Herr Wolfgang Grüb
von der Firma Lorch hat spontan zugesagt, aber leider hat sich letztlich der junge Mann doch nicht mehr gemeldet, schade!
Im Mai war das Bildungszentrum zum Rückbesuch in Beaurepaire. Der Kontakt zwischen den Lehrern funktioniert dort im
Moment sehr gut; allerdings gehen mit dem G8 und der 2. Fremdsprache Spanisch die Schülerzahlen für Französisch zurück.
Umso wichtiger, dass wir schon in den Grundschulen anfangen. Jetzt wird der nächste Besuch von Beaurepairern im Bize im
Juni stattfinden. Die Kollegen haben bereits einen Termin zum Empfang im Rathaus Unterbrüden festgemacht. Wir
unterstützen diese Austausche, indem wir Kosten für Eintritte übernehmen und die Gemeinde, die über den Zweckverband
den Etat für Schüleraustausche mitfinanziert. Kein Schüler muss also aus Kostengründen auf einen solchen Austausch
verzichten, weder im Bize noch an den Grundschulen.
Im Mai 2014 waren die Französisch-AGs der beiden Grundschulen mit 39 Kindern und 3 Lehrern, sowie dem Schulleiter
Heiner Schweizer in Beaurepaire. Dort fand ein Mittelalter-Tag statt, gestaltet von der Gruppe "Au-delà du temps" (= Jenseits
der Zeit) aus Argentière. Ein gemeinsames Essen im Park es Centre social, gemeinsamer Unterricht, ein Fußballspiel waren
u.a. Programmpunkte. Ein herzlicher Dank an die Lehrerinnen und Lehrer, die so einen Austausch möglich machen. Sie
werden nicht dafür bezahlt! Bei den Kleinen ist es besonders wichtig, ihnen und vor allem ihren Eltern die Ängste zu nehmen,
die auftreten können, wenn man sein Kind so weit weg ins Unbekannte gibt. Deswegen ist es wichtig, dass sie zu zweit
untergebracht sind und die Dauer nicht so lang ist. Durchweg kommen sie stolz nach Hause und erfüllt von allem Neuen, das
sie gesehen und erlebt haben.
An die Europäische Idee werden unsere Kinder auch durch die Teilnahme der Schulen am Europäischen Wettbewerb heran
geführt. 12 Orts- und 1 Landespreis konnten den Schülerinnen und Schülern überreicht werden. Auch da leisten unsere
Lehrer gute Arbeit.
Änderungen gab es in Beaurepaire an den Schulen: Das Collège Jacques Brel bekam eine neue Schulleiterin. Silvie Issartel,
sehr für die Partnerschaft mit Auenwald engagierte Leiterin der Grundschule des Collège Luzy-Dufeillant, die oft bei uns war,
hat die Schule verlassen; ein vorübergehender Schulleiter wurde eingesetzt. Allen neuen Kräften haben wir gratuliert und auf
die Bedeutung des Schüleraustausches hingewiesen. Leider kam keine Antwort. Mangels Personal und weil "die Schüler sich
nicht gut genug benehmen" wird in diesem Schuljahr kein Schüleraustausch stattfinden. Frau Basto hat sich aber gemeldet,
dass im kommenden Schuljahr wieder Hin- und Herbesuch sein sollen. Frau Venturini sagt nachher dazu Genaueres. Silvie
und Bruno haben am 7. Juni geheiratet. Wir konnten uns der Schule anschließen, in ein Gratulationsbuch unsere
Glückwünsche einschreiben und ein Geschenk mitgeben.
Auch bei uns hat es einen Wechsel gegeben. Gaëlle Klenk, die den Französisch-Unterricht mit so viel Engagement von Frau
Huberle übernommen und weiter geführt hat, hat sich beruflich verändert. Sie musste noch ein Anerkennungsjahr im
Kindergarten ableisten, damit ihr französisches Sozialarbeiterexamen hier voll anerkannt wird. Dazu hatte sie jetzt eine
Möglichkeit. Es hat uns sehr leidgetan, dass sie nicht bleiben konnte. Einige Stunden in Unterbrüden hat Michaela Venturini
übernommen. Für die 4 Stunden in Oberbrüden ist Désirée Grüb eingesprungen, die gerade ein Praktikum an der
Grundschule Lippoldsweiler macht. Ab dem neuen Schuljahr muss hier eine dauerhafte Lösung gefunden werden, d.h. es
muss ab sofort intensiv nach einer Kraft, am besten sogar über das Schulamt, gesucht werden.
An Michaela Venturini hängt sehr viel, Französischkurse und die AGs der Grundschulen. Wir wünschen uns und ihr, dass sie
noch lange so gesund und fröhlich diesen Unterricht leisten kann.
Bei uns steht ein Schulleiterwechsel an der Grundschule Lippoldsweiler an. Wir danken Herrn Schweizer für seine
Unterstützung als Lehrer und dann als Schulleiter und hoffen, dass die neue Schulleitung zu unserer Partnerschaft, dem
Französischunterricht und den Schüleraustauschen ebenso positiv eingestellt ist, denn die stundenweise eingesetzten
Lehrerinnen können ohne die Unterstützung der gesamten Schule und der Werbung durch die Schulleitung und die Kollegen
auf den Elternabenden z.B. wenig ausrichten. Bis heute können wir für die sehr gute gemeinsame Arbeit dankbar sein.
Im März 2014 waren in Beaurepaire Wahlen zum Gemeinderat, die die Liste von Philippe Mignot gewann; ein neuer
Gemeinderat wurde gebildet und Mignot wieder zum Bürgermeister gewählt. Wir haben Glückwünsche gesandt.
Im Juni Wurde in Beaurepaire der Vorstand des Partnerschaftskomitees neu gewählt. Unsere langjährige Partnerin, die
Präsidentin Monique Galfione hatte nicht mehr kandidiert. Eine junge Frau, Christine Lami, gebürtig aus dem Elsass und
daher zweisprachig wurde ihre Nachfolgerin. Christine wohnt seit etwa 4 Jahren in der Gegend von Beaurepaire und hat
sofort mit viel Schwung die neue Aufgabe in die Hand genommen. Monique bleibt zu ihrer Unterstützung zur Verfügung.
Kennenlernen konnten wir sie gleich bei unserem Besuch in Beaurepaire.
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Höhepunkt des Jahres war sicher unsere gemeinsame Reise nach Beaurepaire vom 11.- 15. Juli zum Nationalfeiertag, von
langer Hand von unseren dortigen Freunden vorbereitet. Wir wurden in großer Herzlichkeit aufgenommen. Wir besuchten den
Garten du Bois Marquis und die Algenzucht Spiruline der Familie Genève (Austauschpartner der Familie Schaal in
Unterbrüden). Ein rundum gelungener bunter Abend mit Menu in der Salle Polyvalente folgte. Ein gemeinsamer ökumenischer
Gottesdienst, die Besichtigung des neu renovierten Chors und Kirchenschatzes der Michaelskirche und dann die Teilnahme am
Umzug und dem prächtigen Feuerwerk mit Fußballübertragung zur Weltmeisterschaft in der Salle Polyvalente. Wir hatten u.a.
ein Abschiedsgeschenk für Monique (große Schale mit Inschrift der Töpferei Neulautern) und Begrüßungsgeschenk für
Christine Lami mitgebracht. Auch bei Frau Bonnard, die uns so getreulich die Zeitungen geschickt hat, bis es ihr jetzt im
Frühjahr nicht mehr gut genug ging, konnten wir mit einer schönen Tasse aus edlem Porzellan eine Freude machen. Als
Gastgeschenk für alle aber Fassbier, das die Beaurepairer Feuerwehr sehr gerne an die Festteilnehmer ausschenkte. Die
Spende für soziale Zwecke von den Einnahmen der Weihnachtsmärkte ging an die Elternorganisationen Sou des Ecoles und
Amis de l'Ecole Luzy-Dufeillant. - Von Frau Aida Sousa Santos, Sou des Écoles Laïques de Beaurepaire, kam jetzt im Januar
ein sehr nettes Dankschreiben. - Wie immer ging es zwischen den verschiedenen Gastfamilien hin und her, so dass man viele
neue Leute kennenlernen konnte.
Hin- und Rückfahrt über den Genfer See mit Pause in der Mittagssonne am Ufer waren eine willkommene Unterbrechung der
Fahrt und gehören schon fast zur festen Reiseplanung.
Im September wurde in Beaurepaire wieder in größerem Maßstab der erschossenen Geiseln vor 70 Jahren gedacht. Das
Gedenken ist in Ordnung, aber wie das gemacht wird, befremdet uns schon manchmal, als sei keine Partnerschaft
vorhanden.
Ebenfalls im September feierte Weissach auch nun das 25-jährige Jubiläum ihrer Partnerschaft mit Marly. Dazu konnten wir
herzlich gratulieren, aber vor allem auch unsere Crêpesplatten und - rezepte ausleihen, weil Bürgermeister Schölzl uns
darum bat.
Verabschieden mussten wir uns im Oktober von Pfarrer Krauß, der pensioniert ist und die katholische Seelsorgeeinheit
verlassen hat. Wir konnten ihm für sein Engagement, besonders in unseren deutsch-französischen ökumenischen
Gottesdiensten mit einem Abschiedsgeschenk bedanken.
Die Sitzung im November diente der Planung des Weihnachtsmarktes. Da ich aus familiären Gründen lange Zeit abwesend
war, hatten Margrit Huberle und Kurt Keser die Dinge in die Hand genommen und alle Vorbereitungen getroffen, und viele
Helfer gefunden, die sich bereit erklärt hatten, mehr als sonst zu übernehmen. Dafür besonders herzlichen Dank.
So nahmen wir, wie es Tradition seit dem Bestehen des Weihnachtsmarktes ist, auch in diesem Jahr wieder daran teil. Die
Kinder der Französisch-AGs sangen französische Weihnachtslieder für die Besucher und wurden mit ihrem "Papa Noël"
belohnt. Auch den beteiligten Französischlehrerinnen konnten wir für ihre Arbeit mit einem kleinen Geschenk danken. Für die
Arbeit an unserem Stand, beim Aufbau und Abbau und für das Crêpesbacken, sowie den Getränkeausschank hatten sich
wieder viele Eltern der Grundschüler zusätzlich zu unseren Mitgliedern gemeldet. Wir danken allen für ihre große
Bereitschaft, uns zu unterstützen und uns so zu helfen, sichtbar zu sein und etwas Geld für unsre Arbeit zu erwirtschaften.
In diesem Jahr konnten an unserem Stand auch zum ersten Mal Bürger unserer Gemeinde die neuen zu uns gekommenen
Asylbewerber treffen und mit ihnen ins Gespräch kommen.
Letzter Programmpunkt war dann unsere Teilnahme am "Lebendigen Adventskalender" der Kirchengemeinde Ober-
Unterbrüden, auch wieder mit Kindern und Lehrerinnen der Grundschul-Französisch-AGs, ein schöner Abschluss des Jahres.
Das Partnerschaftsjahr 2015 begann wieder mit dem Dîner amical, einem festlichen gemeinsamen Essen mit
selbstgestaltetem Programm, das sich zu einem gesellschaftlichen Ereignis in Auenwald entwickelt hat. Louises Akkordeon,
Vorträge von unseren Schwäbisch-Spezialisten, Waldemars Akkordeon, der Chor, gemeinsame Lieder, gute Gespräche.
Jedermann ist dazu herzlich eingeladen und willkommen. Unser Dîner 2015 fand am Valentinstag, dem 14. Februar, in der
Auenwaldhalle mit mehr als 90 Teilnehmern statt. Es war ein ausgesprochen gelöster, entspannter Abend, an dem wir auch
neue Mitglieder begrüßen konnten.
Vom 6. - 8.2. war dann Christine Lami mit ihrer Familie (7 Personen + Hund) in Auenwald bei Familie Bader untergebracht.
Der Samstag wurde mit Herrn Bürgermeister Ostfalk, die Männer beim VfB, die Frauen in der Stadt in Stuttgart, verbracht.
Ein Essen mit Französischlehrern und Schulleitern bei Baders und eins Brunch mit dem Vorstand des Partnerschaftskomitees
bei mir gaben viel Gelegenheit zum Austausch. Christine war begeistert von ihrem Aufenthalt. Sie ist eine gute neue
Partnerin und zuverlässig in allem, was zu klären ist. Sie hat uns z.B. auch nach dem Flugzeugunglück geschrieben; ich hatte
zuvor nach dem Anschlag auf Charlie Hebdo unsere Anteilnahme ausgedrückt, so geht der Austausch intensiv weiter.
Kleinere Dinge:
- Bürgermeister a.D. Jürgen Richter hatte sich in Beaurepaire in Erinnerung an alte Zeiten ein Trikot des Fußballclubs bestellt.
Dieses konnten wir ihn zu seinem 70. Geburtstag überreichen, so dass er nun Reklame für unsere Partnerschaft fährt.
- Auch andere runde Geburtstage waren zu feiern (Heiner Klenk, Klaus Hiddeßen, Bürgermeister a.D. Peter Friedrich, Dr.
Camara u.a.), wir versuchen, rechtzeitig daran zu denken.
- Das Partnerschaftskomitee ist im Flyer für die Jugendarbeit der Gemeinde vertreten.
- Wir haben eine neue Inventarliste aufgestellt und können zufrieden feststellen, dass über die Jahre nur geringer Schwund
da ist.
- Unser altes Partyzelt hatte seinen Geist aufgegeben und so waren wir froh, dass Christoph Klenk sich als Experte kundig
machte und für uns ein neues, stabiles Zelt besorgte. Das kam dann zuerst beim Weihnachtsmarkt zum Einsatz.
- Weihnachtsbriefe an alle Beteiligten sind ein Teil der Arbeit um die Jahreswende herum. Wenn Sie noch jemand wissen, der
in den Verteiler aufgenommen werden sollte, lassen Sie es mich wissen.
- Regelmäßig übersetze ich für Privatpersonen und auch Firmen, wenn das gewünscht wird. Das hat z.T. einen ordentlichen
Umfang angenommen.
- Eine neue Auenwaldbroschüre wird aufgelegt, in der auch ein französischer Text über unsere Gemeinde und Partnerschaft
sein wird.
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Wir danken allen Menschen aus Auenwald und Beaurepaire, die im letzten Jahr unsere Arbeit vorangebracht und unterstützt
haben, Herrn Bürgermeister Ostfalk und Hauptamtsleiterin Yvonne Bader für die sehr gute Zusammenarbeit zwischen
Komitee und Verwaltung. Ich danke Klaus Hiddeßen, der unsere homepage ständig auf aktuellem Stand hält, was viel
Aufmerksamkeit und schnelle Reaktion erfordert und Zeit kostet. Dazu gilt mein Dank allen Ungenannten, die immer da sind.
Ich danke Kurt Keser für alle Berichte, die in jedem Mitteilungsblatt und oft in der BKZ uns das Geschehen in unserer
Partnerstadt nahebringen. Kurt Keser ist jetzt genau 25 Jahre 2. Vorsitzender unseres Komitees; er war auch schon in dieser
Funktion in dem ersten 1990 gegründeten Komitee. Davor war er einer der Motoren, die diese Partnerschaft in Gang gebracht
haben. Wir danken Kurt in ganz besonderer Weise heute, wo er dieses Amt nach einem Vierteljahrhundert abgeben will.
Ich danke Waldemar Fuderer, der die Partnerschaft von Anfang an mit Herz und Seele begleitet hat, in seinem Amt als
Hauptamtsleiter und als Privatperson, was sich gar nicht trennen ließ. Diese Partnerschaft wäre nie geworden, was sie ist,
wenn diese glückliche Verbindung in einer Person zwischen Gemeindeverwaltung und unserem Schriftführer-
Vorstandsmitglied Waldemar nicht gewesen wäre. Er kennt Land und Leute, findet Quartiere, bringt Menschen zusammen,
kann musizieren, kennt Gschichtle, kann Crêpes backen und Feste organisieren. Waldemar war und ist absolut zuverlässig für
diese Partnerschaft immer da. Auch Du willst heute Dein Amt abgeben an Deine Nachfolgerin im Amt, die sich bereits, seit sie
hier ist, für unsere Partnerschaft einsetzt, neue Generation. Wir danken Waldemar Fuderer für alle die Arbeit, die er über die
Jahrzehnte gelistet hat.
Margrit Huberle hat (wieder einmal) viele Dinge in die Hand genommen, so wie schon in den vergangenen Jahrzehnten. Sie
führt unsere Kasse zuverlässig, erledigt alle Dinge sehr schnell, berät in allen Problemlagen, kauft ein, plant, ist für viele
Junge, die bei ihr gelernt haben, die Verkörperung der Partnerschaft. Den Grundschulunterricht, die Schüleraustausche hat
sie geprägt und zu einem festen Bestandteil der Arbeit gemacht. Neue Kräfte können auf ihren reichen Erfahrungsschatz
zurückgreifen. Margrit, auch Dir ganz herzlichen Dank für alles, was Du in nunmehr 24 Jahren für unsere Partnerschaft
geleistet hast! Auch Margrit Huberle möchte ihr Amt, das sie ja nur vorübergehend annehmen wollte, abgeben.
Lange Jahrzehnte hat auch Michael Cyriakus uns als Kassenprüfer gedient. Auch für ihn geht diese Ära zu Ende. Bei ihm
möchte ich mich in ganz besonderer Weise bedanken, war er doch ein zuverlässiger Begleiter in all den Jahren, so lange es
ihm gesundheitlich gut ging, präsent bei allen Anlässen. Das vergessen wir nicht. Sonja Kugler-Widmann für ihre Tätigkeit als
Kassenprüferin; wir sind froh, dass da die neue Generation bereits fachkundig am Werk ist, denn unsere Generation hat ihre
Arbeit getan; die Dinge werden sich verändern und erneuern, damit die Partnerschaft, die uns allen so wichtig ist, eine
Zukunft hat.
Ulrike Rückert
1.Vorsitzende
Jahresrückblick des Partnerschaftskomitees
Liebe Freunde unserer Partnerschaft mit Beaurepaire,
Ein erfülltes, glückliches Jahr für unsere Partnerschaft neigt sich dem Ende zu. Sehr viele Menschen haben sich in die eine
oder andere Richtung zwischen den Partnerstädten bewegt.
Schüleraustausch
Die Grundschüler waren im Schüleraustausch dort wie hier, das Bildungszentrum war in Beaurepaire und hat ebenfalls
Schülerinnen und Schüler von dort aufgenommen. Dank an alle Lehrer und Lehrerinnen in Auenwald, im Bize und in
Beaurepaire für den guten Unterricht und die zusätzliche Mühe, die sie mit den Begegnungen hatten! Bereits Ende Januar
2014 wird wieder eine Beaurepairer Gruppe das Bize besuchen und bei uns im Rathaus am 29.1. empfangen werden.
Dîner
Für uns begann traditionell das Jahr mit dem großen Diner im Bürgersaal, das wieder sehr gut besucht war.
25-jähriges Jubiläum der Partnerschaft
Mehr als ein halbes Jahr Vorplanung erforderte unser großes Fest zum 25-jährigen Jubiläum der Partnerschaft hier in
Auenwald. Eine Arbeitsgruppe aus Bürgermeister, Gemeindeverwaltung und Komitee hat in unzähligen Treffen alle Details
vorbereitet. Es sollten möglichst viele Bürgerinnen und Bürger mit den französischen Gästen und mit der Partnerschaft in
Berührung kommen und ein breites Spektrum des Lebens in unserer Gemeinde erfahrbar gemacht werden, und tatsächlich
waren unendlich viele bereit, sich zu engagieren. Wir danken allen Vereinen und Privatpersonen, den Landwirten und
Winzern, der Feuerwehr und Jugendfeuerwehr, vielen Firmen, dem Forstamt, den Kirchen, den Grundschulen und
Kindergärten, die sich an unserem Fest in vielfältiger Form beteiligt haben. Es waren mehr als 1000 Personen aktiv dabei!
Dass bei so vielen Beteiligten vielleicht auch einmal ein Fehler vorkam, bitten wir im Nachhinein herzlich zu entschuldigen.
Noch am Freitag nahmen zahlreiche Personen an der Lampionwanderung zum Ebersberg teil. Die parallel stattfindende
Jugenddisco war leider auch von den Auenwalder Jugendlichen nicht ganz so gut angenommen, da danken wir den
Verantwortlichen, dass sie trotzdem ausgehalten haben.
Trotz des schlechten Wetters am Samstag wurde die "Entdeckertour" durch die Gemeinde ein großer Erfolg. Der offizielle
Festakt musste in die Halle verlegt werden, was die Logistik der für den Service beim Abendessen zuständigen Landfrauen
auf eine harte Probe stellte, sie haben das souverän gemeistert, hierfür gilt unsere ganz spezieller Dank.
Ein würdiger Festakt mit einer beachtenswerten Rede des ehemaligen Europaabgeordneten Robert Antretter bildete den
offiziellen Teil. Daran schloss sich der große bunte Abend an mit Beteiligung vieler Auenwalder Vereine, der Gäste und den
drei Hoffmanns als musikalischer Begleitung. Der MC Trailhof kümmerte sich um die Bar und ein ehrenamtliches Team um die
Getränke. Eine sagenhafte Silberhochzeitstorte, ausreichend für alle 400 Gäste, bildete den kulinarischen Höhepunkt. Dank
auch den Frauen, die die Halle geschmückt hatten.
Unter großer Beteiligung fand dann am Sonntag der Ökumenische deutsch-französische Gottesdienst in der Halle statt,
parallel dazu die Kinderkirche in der Kreuzkirche. Dank allen Verantwortlichen, den Pfarrern, dem Chor und Posaunenchor.
Nach der Kirche wurde ein Weißwurstfrühstück angeboten, das des Chorale Cantabelle aus Beaurepaire musikalisch
begleitete.
Ein besonderes Programm bot die Jugendfeuerwehr bis zum Montag ihren Gästen mit Besuch des Hochseilgartens und des
Feuerwehrmuseums.
Dass das Treffen ein so großer Erfolg wurde ist in erster Linie auch den unzähligen Gastgebern zu danken, die ihre Häuser
(und Herzen) für die Beaurepairer geöffnet haben. Ein besonderer Dank gilt auch allen Dolmetschern, ohne die viele Teile des
Programms nicht zum Erfolg geworden wären. Ich danke vor allem Herrn Bürgermeister Ostfalk und Frau Bader und Frau
Schien von der Gemeindeverwaltung für die gute Zusammenarbeit und dem engagierten Vorbereitungsteam, in besonderer
Weise Herrn Pabst, der im letzten Moment die Fäden in der Hand gehalten und alle erforderlichen Umorganisationen
hinbekommen hat.
Weihnachtsmarkt
Das Jahr ging zu Ende mit unserem Stand am Weihnachtsmarkt, an dem sich wieder so viele Eltern von Grundschülern der
Französisch-AGs beteiligt, Crêpes gebacken und Kinderpunsch und Glühwein ausgeschenkt haben. Die fast 90 Kinder sangen,
was sie im Unterricht so gut gelernt hatten und das Komitee konnte sich bei ihnen mit einem Schokoladen-"Papa Noël"
bedanken. Den Lehrerinnen Gaëlle Klenk und Michaela Venturini, die auch noch die Französischkurs von
Partnerschaftskomitee und Volkshochschule in der Ratsscheuer unterrichtet, gilt unser herzlicher Dank.
Lebendiger Adventskalender
Ein letztes Mal trafen wir uns zum Lebendigen Adventskalender im Rathausinnenhof, wieder unter Mitwirkung der
Französisch-AGs. Mit deutschen und französischen Weihnachtsliedern, feierten wir mit vielen Kindern die Adventszeit und
ließen das Jahr bei Kinderpunsch und Glühwein ausklingen.
Ich danke dem gesamten Vorstand für die ausgezeichnete Zusammenarbeit, Kurt Keser besonders für die Berichterstattung
aus Beaurepaire, Margrit Huberle für alle Mitarbeit und die Kassenführung, Waldemar Fuderer für seine kenntnisreiche
Begleitung und Schriftführung, Herrn Bürgermeister Ostfalk für die vorbehaltlose Unterstützung, die der Sache unserer
Partnerschaft zugute kommt.
Für den Vorstand
Ulrike Rückert
1.Vorsitzende
Rückblick auf
25 Jahre deutsch-französische Partnerschaft zwischen Auenwald und Beaurepaire
vom
Freitag, 28. bis Sonntag, 30. Juni 2013
Ansprache von Robert Antretter
Ehrenmitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europa-rats
aus Anlass des 25-jährigen Jubiläums der Partnerschaft
Auenwald mit Beaurepaire
am Samstag, den 29. Juni 2013 im Schlosshof Ebersberg
Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Herren Abgeordnete, sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger von Auenwald
und Beaurepaire
heute ist ein Tag der Freundschaft. Und ich bin gekommen, um den Bürgerinnen und Bürgern von Auenwald und Beaurepaire
für ein Vierteljahrhundert Versöhnungswerk zu danken.
Denn das haben Sie vom ersten Tag an gewollt: Eine Partnerschaft der Bürgerinnen und Bürger sollte es sein und nicht eine
der Offiziellen, der Kommunalpolitiker und Verwaltung.
Und das Werk ist gelungen. Nicht ohne Grund hat der Europarat der Gemeinde Auenwald bereits vor fünf Jahren die
Ehrenfahne verliehen. Nahezu auf den Tag genau durfte ich sie Ihnen, sehr geehrter Herr Bürgermeister Ostfalk, als
Anerkennung für Ihren und Ihrer Mitbürger Beitrag zu einem Europa der Freundschaft und des Friedens überbringen. Und Sie
haben dieses Werk bis heute erfolgreich weitergeführt.
An einem Tag wie diesem haben wir den Blick auch auf das Gesamte, das große Europa zu richten. Und wir haben
festzustellen, dass die Zeiten, in denen diese Festtage stattfinden, alles andere als normal sind. Ein halbes Jahrhundert
europäische Integration steht auf dem Spiel.
Und Sie sind es, Ihre Vereine, Ihre Schülerinnen und Schüler, Ihre Feuerwehren, die Lehrerinnen und Lehrer, die Fußballer
und natürlich die Kommunalpolitiker und die Bürgermeister vorne dran, die durch ihre grenzüberschreitende Partnerschaft
den Glauben an das vereinigte Europa lebendig halten; den Glauben daran, dass nicht Gier und Spekulation das letzte Wort
haben werden, dass Europa nicht den selbsternannten Eliten und nicht den Märkten gehört.
Botschaft und Auftrag unserer gemeinsamen Geschichte lauten: Europa gehört den Menschen, die an eine gemeinsame
Zukunft glauben, frei von Vorurteilen, Hass und Furcht.
Am nachhaltigsten lernt man diese Lektion, wenn man über einen europäischen Soldatenfriedhof geht. Ich habe das mehr als
einmal gemacht, wenn ich für den Europarat unterwegs war - in Frankreich, in Polen, in Weißrussland, in den Ländern des
früheren Jugoslawien. Da sind abertausende von Kreuzen, die daran erinnern: Europa ist die Antwort auf Jahrhunderte von
Krieg und Bürgerkrieg, die Antwort auf mehr als 60 Mio. Opfer allein im Zweiten Weltkrieg. Diese Generation kannte den
Abgrund, aus dem Europa entstanden ist. Sie waren es, die sich am Ende die Hand gereicht haben über den Gräbern von
Millionen von Ermordeten, zu Tode Gefolterten und Gefallenen hinweg.
Das alles sind nicht Seiten aus einem Geschichtsbuch. Das ist das Fundament, auf dem wir stehen. Das sind die Werte, die
auf dem Spiel stehen und die es in dieser schwierigen Zeit zu verteidigen gilt.
Wenn ich die Bilanz Ihres 25-jährigen Wirkens sehe, dann ist mir aller-dings nicht bange, auch weil ich weiß, dass Sie nicht
alleine sind, die in Deutschland und Frankreich die Freundschaft lebendig halten.
Deshalb kommt mein Dank, den ich Ihnen auch heute im Auftrag des Europarats überbringen darf, aus vollem Herzen. Der
Dank an alle, die Sie die Freundschaft zwischen Auenwald und Beaurepaire täglich mit Leben füllen und damit auch Ihren
Beitrag zur Freundschaft zwischen unseren beiden Ländern leisten.
Dank und Glückwunsch den Bürgerinnen und Bürgern beider Gemein-den. Dank den Herren Bürgermeistern, Ihnen Herr
Bürgermeister Ostfalk, der Sie sich von Ihrem ersten Arbeitstag an um die Partnerschaft verdient gemacht, sie zu Ihrer
eigenen Sache gemacht und Ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger immer wieder dazu motiviert haben, die Prinzipien des
Europas der Verständigung im praktischen Leben zu verwirklichen. Der Dank gilt in gleicher Weise Ihnen, Herr Bürgermeister
Mignot und der Dank gilt der Vorsitzenden des Partnerschaftskomitees, Ihnen verehrte Frau Rückert für Ihr ideenreiches,
tatkräftiges, sensibles Wirken. Dank aber auch den Gründungsbürgermeistern, Ihnen Herr Richter und Ihnen, Herr Friedrich,
für die Spur, die Sie auch in nicht leichter Zeit gelegt haben. Dank auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der beiden
Gemeindeverwaltungen, die sich das europäische Anliegen zum ei-genen gemacht haben.
An dieser Stelle möchte ich stellvertretend für die anderen hier dem scheidenden Hauptamtsleiter, Ihnen Herr Waldemar
Fuderer, Dank und Anerkennung für Ihr jahrelanges, erfolgreiches Engagement aussprechen, das Sie erfreulicherweise nun
ehrenamtlich fortsetzen.
Ohne Sie, Ihren Glauben, dass Friede und Versöhnung möglich ist, wäre der Vertrag vom Januar 1963, den wir heute auch
feiern, Tinte geblieben, wie alles, was seit über 1000 Jahren zwischen Deutschen und Franzosen formuliert wurde.
Sie haben die Buchstaben mit Leben erfüllt, damit nie mehr unschuldig Blut die Erde unserer Länder tränke.
Hier können Sie die Rechenschaftsberichte derVorsitzende Ulrike Rückert  nachlesen:
Historie